Die Resolution der Glocksee-Schule

Für ein langes, gemeinsames Lernen –
Gegen das Turbo-Abitur

Die Glocksee-Schule Hannover ist eine staatliche Angebotsschule von der 1. bis zur 10. Klasse. Die SchülerInnen können an ihr alle Abschlüsse erwerben, die nach Klasse 10 möglich sind – ohne die sonst üblichen Schulwechsel nach der vierten Klasse. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen ist die Glocksee-Schule frei in der Planung und Durchführung ihrer pädagogischen und inhaltlichen Arbeit und sie ist damit erfolgreich. Der Erfolg ihrer Arbeit beruht unter anderem auf ihrer an eine 13-jährige Schulzeit bis zum Abitur angepassten Struktur für die SchülerInnen, die dies anstreben.

Nun beabsichtigt die Niedersächsische Landesregierung das Niedersächsische Schulgesetz für Integrierte Gesamtschulen und die jahrgangsbezogenen Kooperativen Gesamtschulen dahin gehend zu ändern, dass es auch an diesen Schulen das Abitur nach 12 Jahren vorsieht. Der Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause in den Landtag eingebracht werden (Beschluss der Koalition vom 24. Februar 2009).

Durch diesen Beschluss der CDU/FDP-Landesregierung sehen Glocksee-Eltern, -LehrerInnen und -SchülerInnen den Erfolg der gemeinsamen Arbeit sowie die Grundlagen ihres erprobten, besonderen Schulkonzeptes und damit die Lern- und Entwicklungschancen ihrer Kinder stark gefährdet:

  • Jahrgangsübergreifendes Lernen mit offenen Strukturen und exemplarischem Lernen,
  • Lernorganisation in Form von Angeboten und Projekten,
  • Berichte statt Zensuren (Wegfall formalisierter Leistungskontrollen und -beurteilungen).

Wird das Vorhaben der Landesregierung umgesetzt, wird es den Glockseeschülerinnen und –Schülern, die dies möchten, nach 10 Jahren Glocksee-Schule nicht mehr möglich sein, in den 11. Jahrgang einer IGS zu wechseln. Sie werden gezwungen, die 10. Klasse zu wiederholen. Bewährte und von Eltern wie Schülern gewünschte Bildungsgänge werden dadurch gefährdet. Es steht darüber hinaus zu befürchten, dass die Rückwirkungen der Maßnahmen auf die Jahrgänge 5 bis 10 die Strukturen der Glocksee Schule in einer Weise beeinflussen, durch die langsam lernende und lernschwache Kinder benachteiligt werden.

Die Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen der Glocksee-Schule lehnen die geplante Einführung des Abiturs nach 12 Jahren an Gesamtschulen ab und fordern die Landesregierung auf:

1. den Elternwillen zu respektieren und deshalb bestehenden und geplanten Gesamtschulen keine Steine in den Weg zu legen,

2. den Elternwillen zu respektieren und die geplante Verkürzung der Schulzeit an der IGS auf acht Jahre bis zum Abitur unverzüglich zurück zu nehmen,

3. den Elternwillen zu respektieren und Schulen mit besonderen Strukturen und Organisationsformen des Lernens – ähnlich wie in anderen Ländern – zu unterstützen und zu fördern.

Stand: 23. April 2009

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